Steinflächenreinigung

Cyclone: Sanft, aber effektiv

Der Trend zu repräsentativen Steinflächen im Stadtbild ist unverändert stark. Doch optisch ansprechende Oberflächen bedürfen auch einer professionellen Pflege, um ihr attraktives Aussehen dauerhaft zu erhalten. Ein Hamburger Dienstleister setzt für solche Anwendungsfälle ein Ultrahochdruck-Oberflächenreinigungssystem ein.

 

Ultrahochdruck Oberflächenreinigungssystem das hört sich zurecht sperrig an, aber treffender kann man diese ungewöhnliche Reinigungsmaschine nicht beschreiben. Bereits 2013 wurde ein Prototyp unter Typenbezeichnung Cyclone 4500 auf der Messe CMS in Berlin vorgestellt. Doch das Interesse des Fachpublikums war eher verhalten. Es schien keinen Markt für dieses Produkt zu geben. Daher beschlossen die Verantwortlichen, diese Maschine nicht in das europäische Standardprogramm aufzunehmen.

Im Laufe des Jahres 2015 wurde Steve Reiche, Geschäftsftihrer des Hamburger Dienstleisters WSD (WS Dienstleistungen Gebäudeservice mit System), immer häufiger mit Anfragen konfrontiert, die eine schonende, aber effektive Reinigung von Großgaragen, Boulevards, Vorplätzen und ähnlich sensiblen Außenbereichen verlangten. Steve Reiche, dessen Unternehmen seit vielen Jahren auch in der Außenreinigung tätig ist, erinnerte sich an die Präsen tation auf der CMS und fragte nach. Doch auch Nilfisk Deutschland hatte das Modell nicht in sein Programm aufgenommen und die Kontaktpersonen konnten nur zu einer direkten Anfrage in Arizona raten, wo diese Maschine entwickelt wurde.

Rasch wurde der Kontakt hergestellt und Reiche flog gemeinsam mit seinem technischen Leiter Thomas Schnor in die Staaten, um herauszufinden, ob und wie ihm diese Maschine helfen könnte.

 

Er erfuhr, dass die inzwischen weiterentwickelten Nilfisk Cyclone 5000 und Nilfisk Cyclone 5500 unter anderem auf diversen amerikanischen Flugplätzen erfolgreich eingesetzt werden. Besonders stolz sind die Entwickler darauf, dass eine Maschine dazu beiträgt, dass die Aufräumarbeiten im zerstörten japanischen Atomkraftwerk Fukushima zügig voran gehen.

Diese Weiterentwicklung entsprach genau den Vorstellungen der WSD Verantwortlichen. Doch wie sollten sie eine Maschine wirtschaftlich vertretbar nach Hamburg bekommen? Ein glücklicher Umstand kam ihnen unefwartet zur Hilfe. Auf einem britischen Flugzeugträger sollte der dort eingesetzt Cyclone 5500 gegen eine andere Maschine ausgetauscht werden. Er hatte dort seinen Dienst getan, indem er die Start- und Landefläche von dem unfallträchtigen Gummiabrieb befreite, der nach den startenden und landenden Jets am Boden haftet.

Steve Reiche nutzte die Gelegenheit und erwarb die Maschine. Per Container ließ er sie nach Hamburg verschiffen. Jetzt brauchte er nur noch ein entsprechendes Transportfahrzeug, um die Maschine zu den wechselnden Einsatzorten bringen zu können, denn über eine Straßenzulassung verfügt clieses Spezialfahrzeug noch nicht. Ein dreiachsiger offener Anhänger löste auch dieses Problem. Um seine Angebotspalette zu vervollständigen, kaufte Reiche noch eine kleine handgeführte Maschine, die nach dem gleichen Prinzip arbeitet. Damit kann er bis in Ecken und Winkel randnah reinigen. Auch in Innenräumen in Werkstätten oder geklinkerten Foyers lässt sich der kleine Bruder nutzen.

Heute wird das UItrahochdruck-Oberflächenreinigungssystem überall in Hamburg und Umgebung eingesetzt und die WSD- Geschäftsführung ist stolz darauf, dass sie ihren Kunden etwas Einzigartiges bieten kann.

 

Außergewöhnliche Reinigungstechnik

 

Um die Begeisterung von Sterre Reiche zu verstehen, muss man die Vorteile clieser dieselbetriebenen Multifunktionsmaschine kennen. Das beginnt mit der außergewöhnlichen Reinigungstechnik. ln einem geschlossenen System rotieren acht Turbinenblätter mit hoher Geschwindigkeit. An deren Enden befinden sich Hochdruckdüsen, über die die Vernnreinigungen mit bedarfsgerechtem Druck und mit kaltem oder heißem Wasser (ohne Chemieztsalz) gelöst werden. Die Zyklonwirkung (daher der Name) der Turbinenblätter saugt die Schmutzflotte ab, ohne das Umfeld zu ver- schmutzen oder die Steinfugen auszuwaschen.

In einem Recyclingsystem wird das  zur Reinigung verwendete Wasser zurückgewonnen. Die Verunreinigungen werden in einem mehrstufigen Filtersystem herausgefiltert. Da ohne Chemie gearbeitet wird, kann das gefilterte Wasser erneut verwendet werden. Diese intensive Nutzung des Wassers entspricht dem aktuellen Nachhaltigkeitsbestreben.

 

Während bei einer identischen Hochdruckreinigung mehr als 1.000 Liter Wasser in der Stunde verbraucht werden, kann der Cyclone 5500 mit seinem 1.400 Liter fassenden Reinwassertank problemlos bis zu drei Stunden arbeiten. Bei einem Arbeitstempo von sechs bis acht Kilometern in der Stunde und einer Reinigungsbreite von einem Meter schafft die Maschine circa 15.000 Quadratmeter mit einer Tankfüllung.

Und das Reinigungsergebnis ist überzeugend. Damit möglichst wenig Grobschmutz die Filter belastet, werden die Böden vor der Intensivreinigung bei Bedarf mit einem Geräteträger vom Typ Nilfisk City Ranger 2150 vorgekehrt. Natürlich wird diese Multifunktionsmaschine bei WSD auch in anderen Aufgabenbereichen eingesetzt, zum Beispiel im Winterdienst oder bei der Grünflächenpflege.

Die Cyclone Maschine setzt Steve Reiche auch noch zur Lösung eines hinlänglich bekannten Problems ein: die Reinigung von Tief- Saragenrampen. Diese so genannten Spindeln sind oft mit einer speziellen rauen Beschichtung versehen, um sie rutschsicher zu machen. ,,Zu aggressive Reinigung zerstört die Oberfläche und zu schonende Reinigung bringt nicht den gewünschten Effekt. Auch da ist der Cyclone die optimale Lösung", berichtet Steve Reiche. Er ist gerne bereit, weitere Informationen (steve.reiche@wsd.de) zu dieser in Europa einmaligen Maschine zu geben.

 

Dieter Schulz I markus.targiel@holzmann-medien.de


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